JODEL|Noten|ARCHIV


2020 – pünktlich zum Beginn des 6. OU-Jodelfests
, das ja in diesem Jahr in Berlin stattfinden sollte –  sollte auch das seit langem angekĂĽndigte „Berliner JodelbĂĽchlein“ aktuell werden. Das Jodelfest ist leider dem Virus zum Opfer gefallen (zumindest in diesem Jahr), das JodelbĂĽchlein aber hats geschafft – allerdings in einer anderen Form als ursprĂĽnglich geplant. Die Notensammlung von Ingrid Hammer hat sich geweigert, als gedrucktes Buch zu erscheinen, zu endgĂĽltig, abschlieĂźend und „fertig“ schien ihr diese Form. Jodler sind lebendige Wesen, sie erscheinen immer anders, je nachdem, welche Gruppierung oder wer sie wann und wo singt. Dieser Vielfalt sollte Rechnung getragen werden. Deshalb gibt es jetzt statt des BĂĽchleins das

JODEL/Noten/ARCHIV

  • Das Archiv enthält alle Jodler, Juuze, Zäuerlis, Yellis, Joiks und Krimantschuli-Gesänge incl. Varianten, die Ingrid Hammer und Marco Euent, aber auch andere JodlerInnen transkribiert haben und fĂĽr die Ingrid Hammer die Erlaubnis zur Veröffentlichung bekommen hat. Die Sammlung wird sich natĂĽrlich stetig vergrößern (auch ein Vorteil des Archivs gegenĂĽber dem Buch).
    Das Hauptaugenmerk dieser Sammlung liegt nicht auf musikwissenschaftlichen resp. musikhistorischen Themen (meist sind nur die unmittelbaren Quellen angegeben – alles andere findet man in den zitierten Publikationen), sondern darauf, die Noten lebendig zu machen, hörbar. Jodeln lernt man nicht ĂĽber Noten.
  • Neben den Noten stehen deshalb Tonaufnahmen, bevorzugt solche „indigener“ Gruppen, die das erlauben, sowie Aufnahmen der einzelnen Stimmen, von verschiedenen JodlerInnen eingesungen wie auf den ĂĽblichen Lern-CDs. Wo es keine Audio-Aufnahmen gibt, enthalten die Notenblätter meist Hinweise zu CDs oder auch Links zu vimeo- oder youtube-Aufnahmen.
    Ich habe mich bemĂĽht, möglichst „auhentische“ (sprich: regional verankerte) Aufnahmen aus den verschiedenen Jodelregionen einzustellen. Das war leider aus rechtlichen GrĂĽnden oft nicht möglich. Deshalb musste ich häufig auf weniger „authentisches“ Material zurĂĽckgreifen (z.B. Aufnahmen meiner Berliner Jodelgruppen transalpin, Yodelirya, la vache qui crie und urban yodeling, denen zwar nicht die Begeisterung, wohl aber häufig die Ruhe und Langsamkeit der regionalen Jodeltraditionen fehlt). 
    Auch Workshopaufnahmen stehen im Archiv, die nur zu Lernzwecken aufgenommen wurden. Sie haben natĂĽrlich – schon allein von der Aufnahmetechnik her – keine CD-Qualität. Trotzdem schien es mir wichtig, den Archiv-Besuchern einen Eindruck vom Klang eines Jodlers zu vermitteln. Aber alle BesucherInnen des Archivs sind herzlich eingeladen, mir Hinweise oder auch freigegebene Audios zu einzelnen Jodlern zu schicken. DafĂĽr wäre ich sehr dankbar.
  • Das Archiv enthält auch das Jodel-Aufwärmtraining von Ingrid Hammer, schriftlich und – demnächst – als Tonaufnahme.
  • Und fĂĽr alle jene, die gerne aus der Notensammlung privat ein BĂĽchlein verfertigen wollen, hat meine Jodelkollegin Elena GuĂźmann (Yodelirya) ein wunderbares Deckblatt plus CD-Cover gestaltet.
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Die Benutzung des Archivs ist kostenlos. Es käme mir seltsam vor, für die Arbeit der vielen Menschen, die daran beteiligt waren, einen Jodler entstehen zu lassen, ihn weiterzugeben, auszuformulieren, zu pflegen, am Leben zu erhalten, ja, es wäre seltsam, für die Notierung des Ergebnisses dieser Gemeinschaftsarbeit Geld zu verlangen. Außerdem sollen möglichst viele Menschen möglichst einfach jodeln lernen können und möglichst ungehindert Zugang zu Jodel-Material haben.
(Und nicht zuletzt bin ich schon entschädigt worden: die Arbeit an diesem Archiv in Coronazeiten hatte etwas ungemein Tröstliches.)

Wenn aber jemand etwas spenden könnte/möchte fĂĽr die Arbeit, die ja trotz allem in diesem Archiv steckt, wĂĽrd ich mich als im Moment – coronabedingt – freischwebende Freischaffende sehr freuen.

Die SPENDEN mit dem Betreff „Jodelarchiv“ bitte ich, auf folgendes Konto zu ĂĽberweisen:
Urban Yodeling e.V.
IBAN: DE08 1005 0000 0190 3282 66
BIC: BELADEBEXXX

Vielen Dank!
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